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In der Malerei gibt es Situationen, die räumlich, geographisch, oder zeitlich zu begrenzen sind. Andere hingegen gehören zu einem Universum, das sich immer mehr ausbreitet. Im zweiten Falle stehen wir vor einer "nomadischen" Kunst, die keine Scheu hat, aus den verschiedensten, in Raum und Zeit weit entfernten Quellen, zu schöpfen, oder sich an imaginäre Orte zu begeben, die nicht zur Erklärung oder zum Erreichen einer vollendenten Bedeutung dienen. Vielmehr wird diese Reise, oder Suche, ein Ziel, wobei die existentielle Gegebenheit der rationalen vorgezogen wird.
Zu dieser zweiten künstlerischen Kategorie gehört offensichtlich der informale, materische, und zeichenhafteExistentialismus mit all seinen surrealistischen und orphischen Implikationen, die in Vertretern wie Jorn, Mason, Gorky, Vedova und Gallizio ihre höchste historische Entfaltung gefunden haben. Nes Lerpa gehört "auf brutale Art" zu diesem starken existentiellen Gefühl, das wild und heftig ist, weil es den vitalen menschlischen Impulsen so nahe liegt. Seine Malerei nimmt seit den ersten Jahren an der Grenze der Evokation Gestalt an, doch auf einem ganz konkreten Terrain. Alles ausgehend von einer soliden Tradition, die, einmal erlernt und aus den Angeln gehoben, es der Malerei ermöglichte, sich selbst und den eigenen Sinn wiederzufinden; im Rückwärtsgang. Vom Kosmos zum Chaos.